Neue DSLR-Kamera

NIKON D810

Keine Frage, ich werde mir wohl sehr bald eine neue Kamera zulegen. Momentan wird es voraussichtlich eine Nikon D800 oder D800E. Was mich zur Zeit noch ein wenig irritiert und daher eben abwarten lässt

Nikon hat am 26.06.14 offiziell ein Nachfolgemodell der Nikon D800 vorgestellt, nämlich die D810. 

Ich versuche hier mal die wichtigsten Verbesserungen des neuen Modells zu beschreiben.

1. Mehr Tempo

im Raw-Format und bei höchster Auflösung nun 5 Bilder/Sekunde (vorher 4). Meine Meinung dazu: Die neue Nikon 810 ist somit 25 Prozent schneller und nun auf dem Niveau meiner Canon 5D MK2 (bei deutlich höherer Auflösung).

2. Mehr Schärfe

Laut Nikon wurde bei der D810 der Kamerasensor komplett neu entwickelt. Er soll durch einen großen Dynamikumfang, hohe Auslesegeschwindigkeit und rauschärmere Leistung auch bei hohen ISO-Empfindlichkeitsstufen bestechen. Zudem verzichtet Nikon, wie bei der D800 E, auf einen Tiefpassfilter.

Meine Fragen dazu: Um wie viel höher fällt der Dynamikumfang im Vergleich zu den beiden Vorgängermodellen denn aus? Ist der ohnehin schon sehr hohe Dynamikumfang  des Vorgängermodells (14 Blenden bei 100 Asa) nochmals erhöht worden? Oder bezieht sich diese Angabe eher auf den High-Iso-Bereich? Bekanntlich sinkt der Dynamikumfang der D800/E ab 800 Asa ja recht deutlich. Es wäre klasse wenn die neue D810 hier etwas zulegen würde. Mir fehlt an dieser Stelle allerdings ein klarer Vergleich mit dem Vorgängemodell seitens Nikon. Gleiches beim Thema Rauschverhalten bei hohen Asazahlen: Bei der D800/E ist ein sichtbares (und meist störendes) Bildrauschen ab etwa 1600 Asa auszumachen. Aus meiner Sicht ist das bereits ein sehr guter Wert, wenn man die hohe Pixeldichte auf dem KB-Sensor bedenkt. Sollte die neue Kamera hier noch einmal eine satte Blende zulegen ohne die Fotos künstlich (unnatürlich!) zu glätten, wäre das natürlich mehr als erfreulich. Nikon schreibt hierzu unter anderem:

“EXPEED 4…
…sorgt für eine herausragende Gesamtleistung der Kamera. Die Bildwiedergabe und die ISO-Leistung wurden erheblich verbessert, wodurch schnellere Bildraten bei der Filmaufzeichnung möglich sind.”

Ich verstehe aus dieser Aussage, dass die neu entwickelte “Bildverarbeitungsengine” vor allem den Videofilmern zu Gute kommt. Nun, ich bin mehr als gespannt auf die ersten Vergleichstests, insbesondere im Fotobereich.

3. Erweiterter ISO-Bereich

Die neue D810 soll als niedrigste Empfindlichkeitsstufe nicht mehr 100 Asa sondern nun 64 Asa bieten. Wohl bemerkt, ohne Dynamikverlust!

Meine Frage hierzu: Ob das auch für deutlich höhere Iso-Zahlen gilt? Nikon drückt sich auch an dieser Stelle unklar aus.

4. Neuer elektronischer Verschluss/ neuer Spiegel

Nikon schreibt hierzu:

Gestochen scharf: Ein neuer Verschluss- und Spiegelmechanismus verringert die Bildverwacklung und Geräuschentwicklung und sorgt für ein ruhiges Sucherbild mit minimaler Abdunklung zwischen schnellen Serienaufnahmen. Mit der neuen Funktion »elektronischer erster Verschlussvorhang« lassen sich bei Langzeitbelichtungen eventuelle Schwingungen durch die Verschlussauslösung vollständig eliminieren und damit die Voraussetzung für höchste Schärfe bis in kleinste Bilddetails schaffen.”

Ich verstehe daraus:

A) Die neue Nikon D810 hat ein leiseres Auslösegeräuch als seine Vorgängerin.

B) Bei Langzeitbelichtungen, also wenn die Kamera auf einem Stativ steht, sorgt der neue Verschluss/ Spiegel dafür, das Schwingungen durch das Auslösen bzw. das Aufklappen des Spiegels vollständig eliminiert werden.

FOTOGRAFIEREN AUS DER HAND

Mit der Nikon D800/E funktioniert die alte Faustregel “Verschlusszeit = Brennweite” nicht mehr. Portraits mit einem 105 mm Objektiv und nach besagter Faustregel eingestellter Verschlusszeit von 1/100tel erzeugen jede Menge Ausschuss, da ein Großteil der Aufnahmen verwackelt sind. Wirkt sich die neue Verschluss/Spiegel-Konstruktion der D810 auch positiv beim Fotografieren aus der Hand aus? Das wäre ziemlich genial. Da Nikon dies nicht explizit erwähnt sondern “nur” von “vollständig eliminierten Schwingungen” bei Stativaufnahmen spricht, wird wohl das Fotografieren aus der Hand auch mit der neuen D810 nicht zwingend risikoärmer.

5. S-Raw

Mit der Nikon D800/E kann man Raw-Aufnahmen immer nur in höchster Auflösung erzeugen. Eine Bilddatei hat somit immer eine Dateigröße von etwa 74 MB (max. Dateigröße in RAW (14Bit NEF, verlustfrei komprimiert). Mit der neuen Nikon D810 ist es nun auch möglich Fotos in einem “verkleinerten” und ebenfalls verlustfrei komprimierten S-Raw-Format aufzunehmen.

Aus meiner Sicht ist das ein sehr gutes neues Feature. Ein Kunde für Business- oder Bewerbungsportraits schreit nicht danach jedes seiner hundert Fotos in satter Postergröße betrachten zu dürfen. Das Gegenteil ist der Fall.

 

 

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STARKE PROFILFOTOS IN SOZIALEN NETZWERKEN

Optimal präsentiert!

Gerade im Berufs- und Geschäftsleben gewinnen Soziale Netzwerke zunehmend an Bedeutung. In diesem Artikel möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie Ihr Portrait – bzw. Profilfoto für Ihr jeweils anvisiertes Soziale Netzwerk auf das optimale Pixelmaß “herunterrechnen” und fachgerecht nachschärfen.

 

 

 

 

Unterschiedliche Soziale Netzwerke, unterschiedliche Pixelmaße. Auch Ihnen wird aufgefallen sein: Die Bildformate auf sozialen Netzwerken sind sehr unterschiedlich. Für das Businessnetzwerk XING etwa, ist ein Seitenverhältnis von 3 zu 3,73 optimal. Warum Xing sich für ein derart ungewöhnlichen Fotoseitenverhältnis entschieden hat (marktübliche Kameras bieten ein Seitenverhältnis von 3 zu 4 oder 2 zu 3), kann ich nicht erklären. Das Pendant zu XING, nämlich das vielbeachtete Businessnetzwerk LINKEDIN präsentiert Ihr Profilfoto allerdings quadratisch, also im Seitenverhältnis 1 zu 1. Selbstverständlich können Sie Ihr für Xing optimiertes Profilbild auch ohne weiteres unverändert auf LINKEDIN hochladen. Eine auf LinkedIn eingebettete Software generiert Ihr Foto dann automatisch ins gewünschte quadratische Format. Das Bildergebnis bleibt aber immer ein Glücksspiel und führt nicht selten zu unschönen Anschnitten an Kopf und Kinn, die Ihrem Portrait – also Ihnen – nicht gut tun! Viel sinnvoller ist es daher, dass Sie Ihr tolles Profilfoto in Eigenregie auf das gewünschte Pixelmaß herunterrechnen und nachschärfen.

Mein Profilfoto pixelgenau für ein Soziales Netzwerk optimiert – so geht es:

XING, gefordertes Pixelmaß: 145 x 180

Zugegeben, das erfolgreiche Businessnetzwerk XING zeigt die Profilfotos seiner Mitglieder nur sehr klein an. Umso wichtiger ist es, ein Profilfoto hochzuladen, dass trotz der geringen Bildgröße gut “funktioniert”.

profilfoto-xing-3Bild Links: XING präsentiert Ihr Profilfoto in 145 x 180 Pixel (Seitenverhältnis 3 zu 3,7). Das Seitenverhältnis meines Portraitfotos beträgt 2 zu 3. Es muss daher ein wenig in der Höhe beschnitten werden (siehe Rahmen). Bild rechts: Das fertige und auf 145 x 180 Pixel skalierte Foto, wie es bei Xing erscheinen würde.

 

LinkedIn, gefordertes Pixelmaß: 200 x 200 Pixel.

Das Businessnetzwerk LinkedIn erlaubt uns ein paar Pixel mehr. Allerdings wird Ihr Foto dort immer quadratisch angezeigt.

profilfoto-linkedin-3Es bleibt eine Herausforderung, die Pixelvorgabe von Linkedin gesalterrisch sinnvoll umzusetzen. Ich fotografiere Businessportraits nun mal im Seitenverhältnis 2 zu 3 (Seitenverhälnis Canon /Nikon DSLR-Kameras). Wenn meine Kunden dann ihr Businessportrait auf Linkedin präsentieren möchten, gilt es, aus der hochformatigen Aufnahme eine quadratische zu gestalten. Dabei wird die meist im Halbprofil fotografierte Person (Kopf, Oberkörper) stark angeschnitten. An meinem nun für LinkedIn optimierten Portrait stört mich, dass mein Hemdkragen nur noch im Ansatz zu erkennen und nicht optimal angeschnitten ist. Auch den Kopfanschnitt finde ich nun nicht mehr optimal.
 

Tipps für die optimale Bildauswahl:

Ihr Profilfoto steht immer im Kontext! Diese unumstößliche Tatsache wird immer wieder gerne unterschätzt. Spätestens wenn Ihre Selbstdarstellung im von Ihnen gewählten Sozialen Netzwerk beruflicher oder gewerblicher Natur ist, gilt es, ein paar hilfreiche Grundregeln zu beachten:
  • Ihr Auswahlfoto sollte zu Ihrer Berufsbranche passen. Achten Sie hier insbesondere auf die entsprechende, möglichst hochwertige (Berufs)-Kleidung. Ein gepflegtes Äußeres (Perfekte Haare und ggf. ein dezentes, aber gekonnt aufgetragenes TagesmakeUp) ist für das Erstellen professioneller Profilportraits eine der wichtigsten Voraussetzungen.
  • Wählen Sie sich ein Profilbild aus, das Sie möglichst natürlich und authentisch erscheinen lässt.Vermeiden Sie Profilfotos, die Sie mit einem aufgesetzt wirkenden Blick zeigen. Ihr dezentes freundliches Lächeln oder auch Ihr etwas strengere Blick in die Kamera, sollte von Ihren potenziellen Kunden und Geschäftspartnern als „echt“ (authentisch) wahrgenommen werden.
  • Achten Sie auf eine professionelle Ausarbeitung Ihres Profilfotos. Nicht nur Ihr Outfit und MakeUp (siehe Punkt 1) sind wichtige Parameter, die Ihre Professionalität im Job unterstreichen.

Ihr Profilfoto sollte zudem:

  • gekonnt ausgeleuchtet sein.
  • eine optimale Farbgebung und perfekte Tonwerte aufweisen.
  • für das jeweils skalierte Fotoformat einwandfrei nachgeschärft sein.
  • gekonnt gestaltete Anschnitte für das jeweils präferierte Netzwerk aufweisen.

Kleine Fotos, große Wirkung!

  • Prüfen Sie, wie Ihr Auswahlfoto wirkt, wenn Sie es auf Ihrem Sozialen Netzwerk auf das vorgegebene Bildformat herunterskaliert haben. Es nützt Ihnen und den Besuchern Ihres Profils wenig, wenn Ihr Profilfoto nur dann „funktioniert“, wenn Sie es im Posterformat betrachten.

Rechtliche Hinweise:

  • Prüfen Sie vor der Veröffentlichung Ihres Profilfotos unbedingt, ob Sie berechtigt sind, Ihr Auswahlfoto zu veröffentlichen. Schauen Sie im Zweifel lieber noch einmal nach, welche Nutzungsrechte Ihnen Ihr Fotograf bei der Erstellung Ihres Fotos eingeräumt hat. Geht dies nicht eindeutig aus dem Auftrag hervor, empfehle ich Ihnen, vor der Veröffentlichung eine schriftliche Genehmigung bei Ihrem Fotografen einzuholen.

Verwandte Artikel auf diesem Blog:

Wie mir der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar auf anschauliche Weise erklärte, warum Werbung mit Gesichtern viel besser funktioniert.

Surftipps im Web:

Der Technik- und Medienblog Krockers Look @ It hat einen interessanten Artikel zum Thema Fotos in Sozialen Netzwerken veröffentlicht. Der Autor Michael Kroker beschreibt unter anderem eine wissenschaftliche Untersuchung des Anbieters für Marketingsoftware eMerge. Das amerikanische Unternehmen hat in einer groß angelegten Studie herausgefunden, dass sich bei Präsentationen in Sozialen Netzwerken die Klickraten mit Hilfe von Fotos deutlich erhöhen lassen.

Der Blogger und Medienberater Sascha Kaiser bietet Ihnen einen sehr guten Überblick über die wichtigsten Sozialen Netzwerke und deren Vorgaben (Pixelmaße) für das Laden von Profilfotos.


 

 

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BUSINESSFOTOGRAFIE

Erfolg braucht starke Fotos!

Warum funktioniert Werbung mit Gesichtern meist besser als ohne? Wie mir der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar auf eine sehr anschauliche Weise erklärte, warum die Werbung es sich nicht leisten kann, bei Ihren ausgeklügelten Kampagnen auf die Darstellung von Gesichtern zu verzichten.

Frank Schätzing, BuchautorFrank Schätzing, Buchautor

2008 schaute ich mir im WDR- Fernsehen die Wissenschaftssendung OUARKS & CO an. Der Filmbeitrag zeigte eine hochinteressante wissenschaftliche Untersuchung eines biomedizinischen Unternehmens. Das in Bonn ansässige „Life-&-Brain-Institut“ sollte im Auftrag eines Marketingunternehmens herausfinden, wie Gesichter in der Werbung wirken.

Die Herangehensweise der Tester war äußerst raffiniert: Verschiedenen Versuchspersonen wurden Gesichter und Logos präsentiert. Die Probanden hatten die Aufgabe, die Darstellungen nach Ihrer Attraktivität zu beurteilen. Was die Teilnehmer am besagten Test aber vorenthalten blieb, war, dass die Wissenschaftler bei ihrem Versuch eigentlich nur daran interessiert waren, die Gehirnaktivität ihrer Probanden zu messen, sobald diese mit der bildlichen Darstellung eines Gesichts konfrontiert wurden. Die Ergebnisse dieses Versuchs fand ich sehr aufschlussreich.

Nach Abschluss des Versuchs fand man heraus:

Beim Betrachten von Gesichtern werden beim Rezipienten Hirnregionen aktiviert, die für das Verarbeiten von Emotionen zuständig sind. Erstaunlicherweise wurden besagte Hirnregionen nicht oder zumindest deutlich schwächer sensibilisiert, wenn man den Probanden Firmenlogos gezeigt hat. Der Leiter der Untersuchung Professor Christian Elger sagte nach der Auswertung des Versuchs:

“Es ist erschreckend, wie wenig ein Logo im Gegensatz zu einem Gesicht gedächtnisbildende Strukturen erreicht.”

Gemeint ist damit: Ein tolles Logo oder auch die bärenstarke Headline in einer Anzeige wird vom potenziellen Kunden schneller vergessen, als man bisher annahm.

Die Werbung setzt auf Gesichter!

Das, was die moderne Gehirnforschung bzw. die neueren Erkenntnisse des NEUROMARKETINGS in jüngster Zeit wissenschaftlich belegen und nun vielleicht auch plausibel erklären kann, weiß die Medien- und Werbebranche allerdings schon lange. Gestern habe ich mir dazu mal alle Anzeigen in einer Ausgabe des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL aus dem Jahr 1995 angeschaut.

Ich war nicht sonderlich überrascht, als meine Strichliste ergab: auf 15 (!), von insgesamt 19 Werbeanzeigen, war ein Gesicht zu sehen. Lediglich die werbende Autoindustrie verzichtete in insgesamt 4 geschalteten Anzeigen auf die Darstellung eines Konterfeis. Gesichter wecken starke Emotionen in uns. Und Emotionen (Gefühle, Affekte) werden im Marketing bzw. in der Werbung dazu genutzt, die Aufmerksamkeit des potenziellen Konsumenten X für das Produkt Y zu erregen.

 

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