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Arbeitsplatz für Visagisten (selbstgebaut!)

Posted by admin | Posted in Neuigkeiten | Posted on 22-03-2011

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Verschönerung und technische Verbesserungen des Schminkplatzes in unserem Fotostudio.

Seit einigen Wochen zerbreche ich mir den Kopf darüber, wie ich in meinem neuen Kölner Fotostudio den Schminkplatz verbessern und verschönern kann. Mein Vorgänger im Studio war auf Stillifefotografie spezialisiert. Nachvollziehbar, dass er den Beautybereich bei der Einrichtung seines Studios vernachlässigt hat. Ich bin aber auf die fotografischen Themengebiete Portrait- und Businessfotografie spezialisiert. Ich fotografiere Menschen, die auf Ihren Fotos nicht nur kompetent und dynamisch aussehen müssen – jeder einzelne von ihnen will auch hübsch, elegant, fech, sprich perfekt gestylt sein, bevor er mit einem guten Gefühl vor meine Kamera tritt.

Der momentane Zustand des für die hochwertige Businessfotografie wichtigen Arbeitsplatzes ist aus vielen Gründen verbesserungswürdig:

Allgemeiner visueller Eindruck:

Da liegt, wie man auch recht gut am Beispielfoto links erkennen kann, einiges im Argen. Schön ist dieser Bereich definitiv nicht gestaltet. Am meisten stören mich die beiden mit Kunststoff beklebten Glasscheiben. Das sieht nun mal recht notdürftig konstruiert aus. Der erste Schritt den Ist-Zustand zu verbessern führt mich daher in den Baumarkt. Dort lasse ich mir eine 1,60 m mal 1,00 m große und weiß furnierte Spanplatte zuschneiden. Warum ich mich ausdrücklich für ein weißes Furnier entschieden habe, erkläre ich weiter unten.

Ein weiterer stark verbesserungswürdiger Bereich des Schminkplatzes sind die Stühle. Die beiden Hochstühle sind zwar praktisch, weil leicht und klappbar, für längere Schminksitzungen sind sie aber definitiv zu unbequem. Und wirklich schön sind die Dinger ja auch nicht. In Absprache mit meiner Visagistin entscheide ich mich vorerst die beiden unbequemen Hochstühle durch einen bequemen und hochwertigen Ledersessel zu ersetzen. Ob die normale Sitzhöhe aus Sicht meiner Visagistinnen der Weisheit letzter Schluss sind, bleibt abzuwarten.

Nach diesen wenigen Handgriffen sieht unser Arbeitsplatz schon viel ansehnlicher aus oder? Allerdings: So wirklich zufrieden kann man mit dem Zwischenergebnis noch nicht sein.

Was unserem Schminkplatz noch fehlt, sind unter anderem:

1. Zusätzliche Ablageflächen, die unsere Kunden selbst oder die für den Fototermin gebuchte Visagistin für die Unterbringung der vielen Schminkutensilien benötigt. Die weiße Ablage unterhalb des Spiegels ist zwar praktisch, bietet aber deutlich zu wenig Platz, um ein effektives Arbeiten zu gewährleisten.

Die Lösung:

Ich bin kein Ikeafan, aber dieser Schubladenschrank aus Kunststoff hat es mir angetan. Mit seiner ungewöhnlichen Tiefe von 61 Zentimetern bietet er uns jede Menge Stauraum und eben auch die begehrte Ablagefläche. Der größte Vorteil ist aber, dass dieses schöne Teil auf Rollen steht. Denn wenn jemand flexible Möbel liebt, dann sind es Studiofotografen!

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Ein faux pass und seine Folgen

Posted by admin | Posted in Bewerbung Vorbereitung | Posted on 10-03-2011

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Gefahr im Anzug! Über Geschmack lässt sich vielleicht streiten. Bei der Wahl Ihres Businessoutfits sollten Sie aber auch einige unmissverständliche Regeln beachten.

Gestern Nachmittag habe ich im Studio einen BWL Studenten und zukünftigen Unternehmensberater fotografiert. Während ich die ersten Fotos von ihm machte, musste ich zwischendurch noch ein wenig an seiner Kleidung herumzupfen – mich störten ein paar Knitter und Beulen im Hemd.

Nachdem es uns gelungen war, das Ganze mit ein paar dezenten Handgriffen zu begradigen, fiel mir auf, dass der angehende Unternehmensberater ein nahezu perfekt sitzendes Sakko trug. Dann entstand (leider) ein folgenschwerer Dialog:

“Glückwunsch zu Ihrem Sakko. Das sitzt wie maßgeschneidert. An Ihrer Stelle würde ich es sofort kaufen.”

“Kaufen? Wie meinen Sie das?”

“Oh, Ich dachte sie hätten es sich nur fürs Bewerbungsfoto ausgeliehen.

“Ja, ja, aber wie kommen Sie darauf?”

“Sie haben doch noch die Labelschilder an den Ärmeln.”

“Wie jetzt? Müssen die Schildchen ab?! Die waren doch drauf als ich das Teil gekauft habe!? “

“Aber ja!”

“Klar, das dient aber doch nur zur besseren Orientierung im Geschäft oder im Schaufenster. Die Kunden sollen halt sozusagen auf den ersten Blick sehen, wer der Designer der Klamotte ist. Nach dem Kauf muss das Schild natürlich ab vom Ärmel.”

“Oh Gott, ist mir das peinlich!”

“Ach Quatsch, jetzt wissen sie es ja.”

“Das sagen Sie. Ich hatte schon drei Bewerbungsgespräche! “

“Wie, mit dem Sakko?

“Ja klar! Jetzt mal ganz ehrlich: Wie schlimm ist das?”


WIE BESCHREIBE ICH ES NOCH MAL AUF MEINER WEBSITE FÜR BEWERBUNGSFOTOS?

„Ein neugieriger aufgeweckter und vor allem positiver Blick in meine Kamera ist die Grundvoraussetzung für Erfolg bringende Bewerbungsportraits. Deshalb sollte jedes shooting immer in einer positiven Atmosphäre stattfinden.“

Keine Frage, meinem Kunden ist kleidungstechnisch ein eindeutiger faux pas unterlaufen. Er war regelrecht angeschlagen. Mit hochrotem Kopf schien er, während er versuchte sich aufs Fotografieren zu konzentrieren, im Gedanken bei seinen drei gescheiterten Vorstellungsgesprächen zu sein. Wahrscheinlich sah er sich noch mal seinen Personalern gegenüber sitzen. Ja, diese beiden flüchtig angenähten Designerschildchen an BEIDEN Ärmeln konnte niemand im Raum übersehen haben. Das war einfach nicht mehr zu kitten.

Mein sympathischer Kunde schimpfte mit sich selbst. Er war verlegen, wütend und verzweifelt zugleich.

Die Stimmung, die in diesen Minuten in meinem Studio herrschte, war das krasse Gegenteil von dem, was ich mir für unser bevorstehendes shooting wünschte. Es wäre aber übertrieben, das Ganze nun zu dramatisieren. Denn zuletzt ist es uns gelungen, unseren Portraittermin positiv zu gestalten. Worauf ich in meinem Beitrag hinaus will?

Ganz einfach. Ich stelle immer wieder fest, dass gerade Uni-Absolventen erhebliche Probleme haben, sich in Kleidungsfragen an berufs- bzw. branchenspezifische dresscodes zu orientieren.

Beim Erstellen eines Bewerbung- oder Businessfotos und bei Ihren Begegnungen mit Personalendscheidern, Vorgesetzten, Kunden und Kollegen im zukünftigen Berufsleben, spielt die Kleidung, die Sie tragen, aber nun mal eine entscheidende Rolle! Bei meinen Fototerminen mit Studenten mache ich regelmäßig die Erfahrung, dass viele Berufseinsteiger  in Kleidungsfragen unzureichend informiert sind.  Die logischen Konsequenz: Viele meiner Kunden sind alles andere als perfekt für den anstehenden Fototermin vorbereitet.

Mein Tipp: befassen Sie sich möglichst während Ihres Studiums umfassend mit dem Thema Businesskleidung!

Die Wahl Ihrer „Berufskleidung“ sollte sich am dresscode Ihrer Berufsbranche orientieren. Selbstverständlich müssen Ihnen alle Kleidungsstücke, die Sie tragen hervorragend – im Sinne Ihrer Konfektionsgröße – passen. Achten Sie zudem bei der Wahl Ihres Jacketts auf eine möglichst perfekte Passform. Ein Jackett, das nicht gut sitzt, wird immer als minderwertiges Kleidungsstück wahrgenommen – egal wie viel Geld Sie dafür ausgegeben haben.

Wenn es Ihnen gelingt in Kleidungsfragen überzeugend aufzutreten, erhöhen sich Ihre Chancen auf einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben zu um ein Vielfaches!


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